Schulgeschichte

Im 16. Jhdt. wurden an allen größeren Orten Volksschulen eingerichtet. Wie auch anderswo, wurde in Markt Oberdorf der Unterricht vom Mesner erteilt. Der früheste Oberdorfer Lehrer, dessen Name bekannt ist, hieß Georg Wiedemann (1612 – 1656). 
Schule gehalten wurde nur im Winter. Im Sommer waren Lehrer und Schüler auf dem Feld beschäftigt. Der Schulbesuch war freigestellt. 

1781 errichtete Fürstbischof Clemens Wenzeslaus in Dillingen eine Musterschule und machte deren Besuch jedem künftigen Lehrer zur Pflicht. 1786 gebot der Fürstbischof Clemens Wenzeslaus bei Strafe von einem Reichstaler den Schulbesuch.

Von 1766-1796 hieß der Lehrer in Markt Oberdorf Johann Sonntag. 

1802 wurde die allgemeine Schulpflicht (vom 6. bis zum 12. Lebensjahr) eingeführt. Für sämtliche Buben und Mädchen gab es in Markt Oberdorf bis ins 19. Jhd. hinein nur einen Lehrer. Die Volksschule wurde nun im 1. Stock des Kornhauses untergebracht, das gleichzeitig auch das Feuerwehrhaus war. Die Lehrerwohnung war noch im Mesnerhaus.
 

1832 wurde im Feuerhause ein zweiter Schulsaal eingerichtet und ein Hilfslehrer eingestellt. 1882 wurde eine zweite Hilfslehrerstelle errichtet.

1849 beschwerte sich ein Arzt über den schlechten Zustand der Schulräume.

1856 wurde die 7. Klasse eingeführt und die Schulpflicht bis zum 13. Lebensjahr verlängert.

1866 wurde im unteren Pfarrgarten an der Eberle-Kögl-Str. eine Präparandenschule errichtet. 

1867 wurde diese bezogen.

1874 Die Räume im Feuerwehrhaus wurden als zu klein und „gesundheitsschädlich" eingestuft.

 

1876 Die Präparandenschule wurde ins Schloss verlegt.
Die gesamte Volksschule wurde im neuen Gebäude untergebracht. 


1882 Das Gebäude wurde zu klein die Mittelklasse musste ins Feuerwehrhaus zurück:
1./2. Klasse - Eberle-Kögl-Str.
3./4. Klasse - Feuerwehrhaus
5.-7. Klasse - Eberle-Kögl-Str. 

Um die Jahrhundertwende wuchs die Zahl der Schulkinder, dass ein neues Schulhaus notwendig wurde. Es gab heftige Diskussionen über die Errichtung einer „Klosterschule", d.h. einer Schule mit klösterlichen Lehrkräften.

 

 

 

1901/02 Neubau des Knabenschulhauses an der Jahnstraße. Die Mädchen sollten im alten Schulhaus bleiben.

29. Sep 1902 Empfang der klösterlichen Lehrerinnen.

01.10.1902 Feierliche Eröffnung der beiden Schulen.

1954 Bau des neuen Schulhauses (jetziger „Altbau").

1960 Anbau des sog. Mittelbaus. Es wurde der Pfarrhof abgebrochen.

1963/64 Anbau des sog. Neubaus und Bau der Turnhalle (Einweihung 18.1.1964).

1969 Schulreform: Neugliederung in Grund- und Hauptschulen). Wiedereinführung gemischter Klassen. Die Mädchenschule erhielt den Namen Sankt–Martin-Volksschule Marktoberdorf (GS).

2001 Abschied von den Armen Schulschwestern.

2007 Umgestaltung des Pausenhofs. Der "Martinskäfer" wird errichtet.

2008/2009 Das Pilotprojekt „Chorklasse“ wird gestartet.

Juni 2008 Beschluss des Stadtrates: Schulsanierung dringend erforderlich

September 2008 Die Schule bekommt ein Logo: 

Februar 2011 Stadtratsentscheid: Umsprengelung - Neubau - Standort wird beibehalten

2011/2012 Umbenennung in Sankt- Martin- Grundschule Marktoberdorf

2018 Architektenwettbewerb zum Schulhausneubau